Beobachten, Dokumentieren und Planen


Allgemeines:


Eine hohe Qualität frühkindlicher Bildung beinhaltet hochwertige pädagogische Interaktionen. Die Grundlage für gelingende Bildungsprozesse bilden gute pädagogische Angebote, die auf die Interessen, Wünsche und Bedürfnisse der Kinder abgestimmt und ihrer Entwicklung angepasst sind. Daher kommt der pädagogischen Diagnostik in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung eine besondere Rolle zu, d.h. jenen Erkenntnisbemühungen, die in einer pädagogischen Situation dem Ziel dienen, aktuelle pädagogische Entscheidungen zu treffen (Horstkemper, 2006, zitiert nach Carle & Hegemann-Fonger, 2012), um die Kinder in ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen optimal zu unterstützen.

In Einrichtungen der Tagesbetreuung für Kinder bilden Beobachtungen die Basis für die Planung pädagogischen Handelns. Zum Teil greifen die Einrichtungen dazu auf bereits bestehende Verfahren zurück, teilweise werden auch selbst entwickelte Instrumente genutzt. Mit den Beobachtungsinstrumenten werden unterschiedliche Zielstellungen verfolgt. Nach Leu lassen sich Verfahren finden, die zum Ziel haben, eine kindzentrierte Perspektive zu entwickeln, Lernfortschritte kontrollieren zu können oder frühzeitig Entwicklungsstörungen zu erkennen. Die Passung der genutzten Beobachtungsverfahren und Zielstellung der Beobachtung ist von Bedeutung hinsichtlich der Anschlussfähigkeit der Daten für deren Nutzung.

Hier setzt der Kurs an und bietet Teams aus pädagogischen Einrichtungen eine mehrtägige Weiterbildung an, welche eine vertiefte Auseinandersetzung mit Verfahren und deren Nutzungsmöglichkeiten zulässt.

Ziele und Inhalte des Kurses:
Der Kurs richtet sich an alle Leitungspersonen und pädagogischen Fachkräfte, die ihre Kenntnisse im Bereich der pädagogischen Diagnostik erweitern wollen und sich Unterstützung hinsichtlich datenbasierter Planung von Lernprozessen wünschen. Die Kursinhalte umfassen die Bereiche Wahrnehmung, Beobachtung und Dokumentation kindlicher Entwicklungsprozesse sowie die Planung datenbasierter Lernprozesse. Zudem lernen die Teilnehmenden, Beobachtungsinstrumente gezielt auszuwählen und anhand von Gütekriterien zu beurteilen.

Der Kurs umfasst vier Seminartage und drei Praxisphasen, in denen die Kursteilnehmer/innen (Tandems aus Leitung und pädagogischer Fachkraft oder aus zwei pädagogischen Fachkräften) die Inhalte in ihr Team transportieren und die Anwendung der unterschiedlichen Beobachtungsinstrumente mit ihrem Team üben und festigen. Die Kursteilnehmer/innen fungieren somit als Multiplikator/innen, die ihr ganzes Team mit einbeziehen.

Zielgruppe Leitungspersonal und pädagogische Fachkräfte von Kindertageseinrichtungen
Mindesteilnehmerzahl 14 Personen, nach Möglichkeit Tandems aus der Leitungskraft der Einrichtung und einer pädagogischen Fachkraft. Je Kurs können höchstens 20 Personen teilnehmen.
Ablauf, Dauer und Umfang der Ausbildung Der Kurs umfasst vier ganztägige Kurstage in einem Zeitraum von rund sechs Monaten.

Zwischen den Kurstagen finden sechs- bis achtwöchige Praxisphasen statt, in denen die Kursinhalte durch die Teilnehmer/innen in das Team ihrer Einrichtung transportiert, geübt und reflektiert werden.
Arbeitsmaterialien Die Teilnehmer/innen erhalten einen Ordner mit Kursmaterialien sowie einen USB-Stick mit ergänzendem Material.
Abschluss Nach erfolgreicher Teilnahme am Kurs erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat.

Nach Teilnahme an einer Online-Befragung zum Kurs kann ebenfalls ein Einrichtungszertifikat erworben werden
Kosten 380,00 € pro Person
Kontakt PädQUIS gGmbH
Ordensmeisterstr. 15-16
12099 Berlin

Juliane Preuschaft, M.A.
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Telefon: +49 (0)30.720061 44

Dipl. Psych. Katrin Isermann
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Telefon: +49 (0)30.720061 23
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