Aktionsplan "Erweiterte Ressourcen Kita²" im Dresdner Handlungsprogramm "Aufwachsen in sozialer Verantwortung"

Das Forschungsprojekt Aktionsplan „Erweiterte Ressourcen Kita²" im Dresdner Handlungsprogramm „Aufwachsen in sozialer Verantwortung" wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung an der ehs Dresden durchgeführt. Das Projekt ist durch eine Entwicklungsperspektive gekennzeichnet, die gesellschaftspolitische und strukturelle Veränderungen, daraus resultierende fachliche und fachpolitische Anforderungen sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aufnimmt und darauf reagiert. Der Aktionsplan „Erweiterte Ressourcen Kita²" ist Teil des Dresdner Handlungsprogramms „Aufwachsen in sozialer Verantwortung", welches bereits 2008 implementiert wurde, um präventiv und fördernd auf lebenslagenbedingte Risiken beim Aufwachsen von Kindern reagieren zu können. Das Programm wird durch das Kompetenz- und Beratungszentrum (KBZ) begleitet. Im Rahmen des Aktionsplans erhalten 13 Kindertageseinrichtungen (Kita²) des Handlungsprogramms deutlich verbesserte Personalressourcen, ein erhöhtes Sachkostenbudget pro Kind und ein speziell auf die Bedarfslagen abgestimmtes Fortbildungscurriculum für die pädagogischen Fach- und Leitungskräfte. Das Leitziel des Aktionsplanes ist eine verbesserte Sozialisationsumwelt für das einzelne Kind. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die oben benannten Hauptkomponenten bereits im Zeitraum 2019/20 implementiert worden. Der Aktionsplan ist auf zehn Jahre angelegt, um langfristig und nachhaltig das festgelegte Leitziel zu erreichen.

Dem Aktionsplan und der Evaluation liegt ein gemeinsamer konzeptioneller Rahmen zugrunde. Dieser orientiert sich an einem strukturell-prozessualen Modell von Qualität, das sich in den letzten Jahren wissenschaftlich durchgesetzt hat und auch die Grundlage für zahlreiche Einzeluntersuchungen bildet. Danach werden vier Qualitätsbereiche unterschieden: Strukturqualität, Orientierungsqualität, Prozessqualität und die Qualität des Familienbezugs.

Die formative Evaluation (Arbeitspaket ZFWB ehs Dresden) untersucht mit qualitativen Methoden die Prozesse, die durch die Interventionen ausgelöst werden und hat die Aufgabe, zum Gelingen des Vorhabens beizutragen.
Die summative Evaluation (Arbeitspaket von PädQUIS), bezieht in die Untersuchung 13 Kindertageseinrichtungen des Aktionsplans Kita² als Untersuchungsgruppe und die verbleibenden 13 Kindertageseinrichtungen des Handlungsprogramms sowie 20 weitere Kindertageseinrichtungen aus Stadtteilen mit z.T. besseren sozialräumlichen Voraussetzungen als Kontrollgruppe mit ein. Die summative Evaluation bezieht unterschiedliche die auf die Analyseebenen (Kita, Fach- und Leitungskräfte, Eltern und Kinder) abgestimmte Untersuchungsmethoden ein, die zu unterschiedlichen Projektphasen und festgelegten Messzeitpunkten durchgeführt werden:

listUntersuchung der pädagogischen Qualität auf Basis der externen Evaluation mit den Skaleninstrumenten  KRIPS-RZ und KES-RZ

listFragebogenerhebungen (Eltern, päd. Fach- und Leitungskräfte)

listAuswertung und Abgleich von kindbezogenen Entwicklungsdaten

Bei Fragen zur summativen Evaluation kontaktieren Sie bitte per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 030 – 720 061 28.


Projektlaufzeit: 2019-2020 (voraussichtlich bis 2028)

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Katharina Kluczniok
Projektkoordination:
Anja Köhn
Wissenschaftliche Mitarbeiterin:
Hee-Jeong Lee

Gefördert durch den
Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden

 Amtsmarke Dresden

Forschungspartner und Projektlogo

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